Neuer Aufbruch in Dortmund – Die DIG AG Dortmund stellt sich vor
Am 7. September 2025 wurde im Dortmunder Restaurant „Brüderlich” die Arbeitsgemeinschaft Dortmund der Deutsch-Israelischen Gesellschaft gegründet. Rund ein Dutzend Engagierte kamen zusammen, um den offiziellen Startschuss für die neue Gruppe zu geben – mit prominenter Unterstützung: Jürgen Hardt, MdB und Vizepräsident der bundesweiten DIG, leitete die Versammlung und unterstrich in seinem Grußwort die Bedeutung einer aktiven und sichtbaren DIG in allen Regionen Deutschlands.
Zum Vorsitzenden der AG Dortmund wurde Levin Rybak gewählt. „In einer Zeit, in der antisemitische Ressentiments und israelfeindliche Narrative wieder zunehmen, wollen wir Haltung zeigen”, sagte Rybak. „Wir möchten das deutsch-israelische Engagement in Dortmund sichtbarer, lebendiger und vernetzter machen und ein deutliches Zeichen der Solidarität mit Israel und der jüdischen Gemeinschaft setzen.“
Gerade in Dortmund ist dieses Thema von besonderer Aktualität. Antisemitische Vorfälle haben auch hier deutlich zugenommen. Laut dem Bundesverband RIAS wurden im Jahr 2024 insgesamt 75 Vorfälle gemeldet, was einem Anstieg von 67 Prozent im Vergleich zu 2023 entspricht. Die meisten dieser Fälle stehen im Zusammenhang mit dem Nahostkonflikt und dem Angriff der Hamas auf Israel am 7. Oktober 2023, wobei sich antizionistische und antiisraelische Hetze häufig mit klassisch antisemitischen Stereotypen vermischen.
Der neuen Arbeitsgemeinschaft ist es ein zentrales Anliegen, dieser Entwicklung entschieden entgegenzutreten. Sie versteht sich als Plattform für Dialog, Aufklärung und Begegnung. Geplant sind regelmäßige Treffen, Vorträge und Exkursionen, bei denen sowohl politische als auch gesellschaftliche Themen rund um Israel im Mittelpunkt stehen. Zugleich will die AG ihre Positionen in der Öffentlichkeit stärker sichtbar machen – durch Medienarbeit, Veranstaltungen und eine verstärkte digitale Präsenz.
„Unsere Treffen sind auch ein Ort, an dem wir merken: Wir sind mit unserer Haltung nicht allein“, so Rybak. „Dieses Gefühl von Gemeinschaft und gegenseitiger Bestärkung ist heute wichtiger denn je.“
Unter dem Motto „Freundschaft leben, Antisemitismus entgegentreten“ möchte die DIG AG Dortmund ein fester Bestandteil des zivilgesellschaftlichen Engagements in der Stadt werden. „Wir möchten viele Menschen erreichen – über Generationen, Hintergründe und Milieus hinweg“, betont Rybak. „Wer sich für den Austausch zwischen Deutschland und Israel, für Verständigung und Respekt engagieren will, ist bei uns herzlich willkommen.“ Mit dieser Neugründung sendet Dortmund ein starkes Signal: Die Freundschaft zwischen Deutschland und Israel lebt – und sie braucht Menschen, die sie aktiv gestalten.